Jisi, diesen _link_ hast du selbst eingestell, nur den Teil gekürzt:
Dass sein ehemaliger Schützling Lennox Lewis britischen Medien zufolge an ein Comeback denkt, hat natürlich auch bei Steward Hoffnung ausgelöst. Hoffnung darauf, dass das Rematch des 43-Jährigen mit Vitali Klitschko doch noch zustande kommen kann. „Ich glaube zwar noch nicht an Lennox’ Rückkehr, aber ich wünsche mir, dass es zum Rematch kommt. Das wäre weltweit ein Traumkampf“, sagt er. Lewis hatte Klitschko am 21. Juni 2003 durch Abbruch nach Runde sechs besiegt und anschließend seine Karriere beendet. Bislang hatte er ein Comeback immer abgelehnt. Die Rückkehr von Vitali scheint ihn jedoch zum Umdenken bewogen zu haben.http://www.abendblatt.de/daten/2008/11/19/975243.html?s=2Also auch Steward ein Wendehals??? Nicht das ich ihm das vorhalten würde, nur gleiche Massstäbe sollten für alle gelten.
Was nun Sdunek angeht, ist das ganze nicht so einfach schwarz/weiss wie du dir das so ausmalst.
Sdunek und Steward haben z.B. nicht die selben Voraussetzungen. Sdunek war schon vor den Klitschkos bei UBP und hat dort stets mehrere Boxer betreut. U.a. dann auch die Klitschkos. Später hat sich Wladimir von der Zusammenarbeit verabschiedet. Das ist auch nachvollziehbar und so in Ordnung - für beide Seiten. Vitali hat sich entschieden (und seiner Meinung nach gibt es für ihn keinen besseren Trainer!), auch nach der Trennung von UBP weiter um die Zusammenarbeit mit Sdunek zu bitten. Eine Einigung mit Kohl war möglich (auch da ein Danke an diesen Bösewicht), wenn wohl auch zähneknirschend. Sdunek ist ein RundumdieUhr Trainer, der immer Gruppen geleitet hat. Soll ich ihm daraus einen Vorwurf machen? Steht mir das zu? Ich meine nicht.
Was hätte z.B. Sdunek nach dem Rücktritt von Vitali tun sollen? In Rente gehen?
Längst hätte ihn ein erfolgreicher (West-)trainer ablösen können - wo sind diese???
Ein Duell mit Dimitrenko ist durchaus problematisch. Er sieht das aus einem rein sportlichen Blickwinkel und konstruiert da keine Grundsatzentscheidungen rein. Vielleicht drückt er sich auch ein wenig davor? Ja ist er deswegen ein schlechter Mensch? Meine Güte, da draussen in der Welt laufen massenhaft richtige Verbrecher rum. Was ist dagegen ein Boxtrainer mit möglicherweise fragwürdiger Loyalität zu seinem Arbeitgeber? Der Mensch steht da für mich nicht zur Disposition. Ich möchte dabei auch nicht in der Haut von Sdunek stecken.
Jede Entscheidung ist da angreifbar.
Wie jeder Mensch grundsätzlich angreifbar ist, man muss nur wollen. Denn alle Menschen haben ihre grauen und noch dunklere Flecke, auch ein Wladimir Klitschko - der sicher nichts anderes von sich behaupten würde. Das macht Menschen ja interessant.
Man kann Verhalten kritisieren und Entscheidungen begrüssen oder ablehnen. Und es gibt allgemeine Normen und Regeln. Schlimm wird es, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft verunglimpft werden, bzw. dies als Argument missbraucht wird. So wie es paulinchen tut. Jeder der so etwas unterstützt, sollte sich zurückhalten, anderen Menschen irgendwelche moralischen Vorträge zu halten. Damit bist du gemeint Jisi.
Wir werden sehen, was passiert. Ein fanatisierter Blick, der nur Negatives sehen will ist nie klar und wenig objektiv.
...
An der Stelle möchte ich an den Ausgangspunkt zurück kommen. Und mich anschliessen, Emanuel Steward für seine Zusammenarbeit mit Wladimir Klitschko zu danken und achte seine Einstellung, keinen möglichen Gegner beider(!) Klitschkos trainieren zu wollen. Steward ist eine Figur, die in der ansonsten oft undurchsichtigen Boxwelt (wie im wahren Leben) beispielgebend agiert und sich wohltuend abhebt.
gruss 8,9,Aus