Ich habe bewusst "ihr" geschrieben, denn ich poste schon länger bei sportforen, wie du bekanntlich weist und man ist dort nun nicht gerade "klitschkofreundlich". Und gerade die von dir zitierten User, sind diejenigen, die 2004 bei Brewster nicht!!!! von einer Manipulation ausgingen, sondern schlicht und ergreifend sagten, Wladimir hat überpact und er hat keine oder wenig Nehmerfähigkeiten. Ich bin immer von einer Manipulation ausgegangen, weil ich nunmal weiß, was ich gesehen habe und ich lasse mich nicht von irgendwelchen Internet-Usern oder Journalisten in die Irre führen. Und wie "die Ratten kamen immer mehr User aus ihren Löchern" und fielen über mich her, Kritik unterhalb der Gürtellinie von allen Seiten. Es gab auch per PN persönliche Drohungen an mich, das Schreiben im Internet einzustellen. Aber je man mir drohte, desto mehr war ich davon überzeugt, die Wahrheit zu schreiben. Denn nur so machte das Verhalten Sinn. Dann wurde ich von jemanden kontaktiert, der aus der Szene ist und der sagte mir, dass diese User teilweise von Universum und Sauerland sind, die in den einschlägigen Boxforen schreiben. Keine "normalen" Fans. Aber mundtot machen lasse ich mich nicht, von niemanden.
Und dieselben Leute kritiiseren ihn heute für einen Boxstil, in dem er ein gemäßigtes Tempo boxt, nicht alles auf den frühen KO setzt, sondern sich seine Kraft einteilt, geduldig ist und den Sieg hereinboxt.
Du kannst dir ja mal Interviews mit Herrn Sdunek nach dem Brewster Kampf anhören, "das hat er sich selbst zuzuschreiben", er hätte die Führhand bringen müssen und nicht den KO suchen. Und von daher wäre es WK unmöglich einen anderen Stil zu boxen.
Es ist nur Kritik um der Kritik willen bzw. man hat wieder nicht das Bekommen, was man will und das ist ein krabbelnder Wladimir Klitschko.
Und bevor jetzt wieder die Diskussion entfacht, Team Klitschko hat Beweise, dass im Brewster Kampf manipuliert wurde und WK´s Zuckerwerte stark erhöht waren, dies weiß ich von einem Mitglied des Teams, der damals mit in der Kabine war, als man Wladimir bewusstlos ins Krankenhaus gebracht hat. Seine Werte waren sehr bedrohlich und er hätte auch sterben können. Ich weiß nicht, ob ich an seiner Stelle nach einem derartigen Trauma noch boxen würde. Wladimir tut es. Mag sein, dass dieser Kampf noch immer ein wenig in seinem Gedächtnis ist. Wladimir musste sich damals damit abfinden, dass er trotz, dass er Beweise dafür hat, dass von außen eine Substanz ihm zugeführt wurde, die Sache ruhen lassen. Beweise, wer es war konnten nicht gefunden werden. Je mehr er versuchte Licht ins Dunkel zu bringen, desto unglaubwürdiger wurde er. Und so beschlossen die Klitschkos die Sachen auf sich beruhen zu lassen. Ich persönlich weiß nicht, ob ich damit umgehen könnte. Und am Rande hat mir das Teammitgleid auch den Hauptverdächtigen genannt, und siehe an, das ist auch mein Hauptverdächtiger. Allerdings musste ich zusagen, dessen Namen nicht in einem Internet-Forum zu erwähnen. Was ich auch nicht tun werde, da ich zu meinem Wort stehe.
Na ja wie dem auch sei, Wladimir hat seine richtigen Schlüsse daraus gezogen, er hat sein festes Team, einen eigenen Koch und nur noch Leute in seiner Nähe, denen er absolut vertraut.
Und Wladimir arbeitet mit dem Trainer seines Vertrauens Emanuel Steward und das begrüße ich und Steward ist bei Wladimir geblieben und das scheint einigen immer noch ein Dorn im Auge zu sein.
Steward und Wladimir arbeiten sehr erfolgreich zusammen und werden es auch weiter tun. Und wenn die Gegner eben wie Opfer aussehen, spricht das nur für die Klasse von Wladimir Klitschko und für dessen Trainer.
Wladimir Klitschko (2004): "Viele urteilen ueber mich, kein Kinn, kein Herz, ein gebrochener Mann. Deshalb schaetze ich Emanuel, weil er noch an mich glaubt und er noch mit mir arbeitet".Und ich empfehle die HBO Version des Kampfes Rahman, wie erstaunt die HBO Crew über die Anzahl bzw. Vielzahl der Kämpfe von Wladimir Klitschko ist. WK hat bereits 55!!!! Profikämpfe, d. h. wenn er seine Karriere beendet, wird er wahrscheinlich soviele Kämpfe haben, wie Schwergewichtler ganz vergangener Tage. WK hat eine unglaubliche Karriere bisher. They never come back, so hieß es einmal, wenn ein Weltmeister verliert.
Wladimir hat sich nach schweren Niederlagen zurück in die Weltspitze geboxt und das mit Hilfe von Emanuel Steward. So wie Wladimir das getan hat, ist dies in der Geschichte des Boxsports einzigartig.
Und wenn er heute etwas vorsichtiger boxt, resultierend aus den Erfahrungen der Vergangenheit, dann kann ich das nur allzugut verstehen bzw. ganz im Gegenteil von einem intelligenten Boxer erwarte ich nichts anderes.
Hätte Wladimir damals in Kiew ein intelligentes Team um sich gehabt, hätte er die erste Niederschlage schon mal nicht erhalten. Dann hätte man ihm die Anweisungen gegeben, das Tempo am Runde 8 zurückzunehmen und er hätte eben gegen Ross Puritty einen Punktsieg über 12 Runden erboxt und keine TKO Niederlage erhalten. Ein Boxkampf geht über 12 Runden und wer am Ende zählt, wer den Ring als Sieger verlässt.
Das ist nicht immer der stärkere Mann, sondern der clevere, smarte, der Boxer mit der besseren Strategie, dem besseren Team.

Und wer die Zusammenarbeit zwischen Emanuel Steward und Wladimir Klitschko noch immer meint kritisieren zu müssen, dem empfehle ich die Setanta Sports Version des Kampfes Klitschko vs. Rahman anzuschauen. Ich habe heute Urlaub und habe mir diese Version gerade angeschaut. Die Kommentatoren sind des Lobes voll, was die Kampfführung von Wladimir angeht. Sowohl was die technische Ausführung, als auch die Taktik angeht.
Leider ist in Deutschland mittlerweile der Boxsport, auch was die Kommentierung angeht, komplett infiltriert vom ostdeutschem Amateurboxstil, so dass auch die Kommentatoren nicht mehr in der Lage sind, Profiboxen entsprechend zu beurteilen. Profiboxen heißt nämlich nicht sich "Fuß an Fuß gegenüberstehen und auf den Kopf schlagen nach dem Prinzip erst du dann ich."
Dies sieht in anderen Ländern Gott sei Dank offenbar noch anders aus. Die Kommentatoren von Setanta Sports sind in in der Lage, diesen hervorragenden Kampf so zu kommentatieren, wie der Kampf es wert ist.
Das gleiche gilt auch für die HBO Version.